Fahrrad in Köln-Mülheim
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21.10.2010
Denkmal für Verkehrsopfer
Mülheim - Über den nach dem Unfall vom 12.04.2010 verstorbenen Radfahrer auf der Berliner Straße redet niemand. Erstaunlich, wie wenig Aufsehen ein Verkehrstoter erregt, wenn er ein typisches Opfer ist: Radfahrender Senior. Vielen Dank dem ADFC Köln, der jetzt an der Unfallstelle ein Mahnmal aufgestellt hat.

Leider unterbleiben bei der gesellschaftlichen Gleichgültigkeit weitergehende behördliche Reaktionen, z.B. die Verbesserung der Verkehrswege. Auf jeden Fall muss eine gründliche Untersuchung der Unfallursachen erfolgen. Die kann im vorliegenden Fall nicht befriedigen. Aus Sicht des PKW-Fahrers kam der Senior von der linken Straßenseite.

An den Unfallmarkierungen ist zu sehen, dass der Radfahrer erst am rechten Fahrbahnrand unter die Räder kam. Er hat also auf einer schnurgeraden Strecke fast die ganze Fahrbahn überquert. Ein älterer Mensch braucht dazu eine Weile. Es könnte natürlich sein, dass der Autofahrer zu schnell war und der Bremsweg nicht ausreichte. Wurde das ausreichend untersucht? (rb/MF)

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