Fahrrad in Köln-Mülheim
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18.10.2011
Rot oder Grün?
Mülheim / Köln - Heute geht es um die Ampeln in Köln. Stadt Köln und Polizei winken mit durchtrainiertem Zeigefinger und mahnen, die Ampeln zu beachten. Die Grünen wiederum wollen die Fußgänger-Wartezeiten an Ampeln verringern. Beide Standpunkte bergen Zündstoff.

So sind die Ermahnungen von Stadt und Polizei einseitig an Fußgänger und Radfahrer gerichtet. Dabei geht von Autos die größte Gefahr aus, wie die vielen, oft tödlichen Tote-Winkel-Unfälle an Kreuzungen beweisen. Aber blind abbiegende Autofahrer liegen bei Stadt und Polizei in der Schublade "Leider übersehen" und nicht im Ordner der "Groben Fahrlässigkeiten."

Die grüne Forderung nach kürzeren Ampel-Wartezeiten für Fußgänger ist vernünftig. Aber mehr Zeit für Fußgänger geht zu Lasten des Autoverkehrs. Da regt sich Widerstand. Autofahrer sind aber auch Fußgänger, sie sollten umdenken. Die Straße gehört allen. Viele Menschen haben vom Raubzug des motorisierten Verkehrs längst die Nase voll. (rb/MF)
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