Fahrrad in Köln-Mülheim
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27.09.2011
Rheinschiffer fürchten Einbußen
Mülheim / Berlin - Die Passagierschiffer im Rheinland fürchten wirtschaftliche Einbußen. Im Bundestag wird diskutiert, den MWSt-Satz für Ausflugsfahrten von 7 auf 19 Prozent anzuheben. Ein Sprecher der Köln-Düsseldorfer Rheinschifffahrt sagte, die Mehrkosten von schätzungsweise 1,5 Mio Euro im Jahr seien nur durch höhere Fahrpreise und Entlassungen aufzufangen. (WDR 27.09.11)

Kommentar: Die begünstigte Mehrwertsteuer (=Umsatzsteuer) ist eigentlich gesellschaftlichen Basis-Diensten vorbehalten. Grundnahrungsmittel und Bildungsgüter wie Bücher, Zeitschriften und kulturelle Leistungen sollen für jedermann erschwinglich sein und werden nur mit 7% versteuert. Dieser Satz stammt aus der Zeit, als die MWSt. 14% betrug und der sprichwörtliche "halbe" Steuersatz eben 7%.

Seitdem ist die Begünstigung sogar noch gestiegen. Der "halbe" Steuersatz wurde bei keiner MWSt-Erhöhung angehoben und müsste heute 9,5% betragen. Davon haben viele Marktteil- nehmer lange profitiert. Wenn die Regierung meint, dass Ausflüge nicht steuerlich begünstigt werden müssen, ist das nachvollziehbar. Ansonsten wollen wir sofort die halbe MWSt. für unsere Fahrräder wiederhaben! (rb/MF)
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