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07.10.2009
Nächstenliebe pur
Mülheim - Viele Mülheimer Radfahrer sind sauer. Wegen Reparaturarbeiten auf den Brücken-Radwegen wird der Radverkehr jetzt monatelang einseitig geführt. Was jahrelang verboten war und von der Polizei bestraft wurde, ist jetzt amtliche Vorschrift. Auf Anfrage hat das Amt für Straßen und Verkehrstechnik noch einmal dargelegt:

„Eine Sperrung der Mülheimer Brücke für den Radverkehr für die Zeit der Sanierungsmaßnahmen wurde aus Gründen der starken Mobilitätseinschränkung für die Radfahrer verworfen. Eine Führung des Radverkehrs über die Fahrbahn wurde aufgrund des hohen Gefahrenpotentials für die Radfahrer abgelehnt.“

„Alles geschieht zu Radler‘s Wohl“, wie schön. Wobei das Argument mit der Fahrbahn schon keck ist: Die Mülheimer Brücke ist eine innerstädtische Straße mit Tempolimit 50 Km/h. Nur, dass sich keiner dran hält. Aber anstatt die Autofahrer entsprechend einzubremsen, verwehrt man den Radfahrern die freie Fahrt. Natürlich aus purer Nächstenliebe .. (rb/MF)

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